Alles im Fluss?!

Es ist gemeinhin bekannt, dass ein Teil des täglich anfallenden Mülls in beträchtlichen Mengen in den Weltmeeren landet. Dass Flüsse und damit das Hinterland zu den Haupteintragsquellen zählen, ist, trotz der landläufigen Binsenweisheit „alle Flüsse münden in Meer“, bislang nur bedingt in der Öffentlichkeit angekommen. Mit dem außerschulischen Bildungspojekt „Alles im Fluss?!“ bricht EUCC-D zu neuen Ufern auf und rückt die Thematik gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen auch fernab der Küste in den Fokus.

Ziel des Projektes ist es, den Teilnehmenden umfassende Kenntnisse über die Verschmutzung der heimischen Meere und Fließgewässer mit Müll zu vermitteln, Bezüge zu eigenen Konsummustern und Lebensstilen aufzuzeigen und alternative Handlungsweisen einzuüben. Um dieses Anliegen umzusetzen, wurde ein fünfstufiges Partizipationskonzept entwickelt. SchülerInnen der Klassenstufe 5-13 lernen im Rahmen einer präsenzbegleiteten Projektwoche schrittweise verschiedene Facetten der Müllproblematik kennen: Ausgehend von Fakten über Herkunft und Verbleib des Mülls und seinen Auswirkungen auf Ökosysteme und Mensch setzen sich die Jugendlichen aktiv mit der Problematik auseinander. Dabei werden sie dazu befähigt, die Auswirkungen des eigenen Handelns zu hinterfragen und Handlungsspielräume für eine nachhaltige Entwicklung aufzuzeigen. Im Anschluss an eine standardisierte Müllsammelaktion an einem lokalen Fluss entwickeln sie schließlich eigene Ideen, um in ihrer Umgebung ein Zeichen für einen nachhaltigeren Umgang mit Müll zu setzen.

Nicht nur Kinder und Jugendliche sondern auch Lehrkräfte, WissenschaftlerInnen, bereits im Gewässerschutz Aktive sowie das private Umfeld der Teilnehmenden werden mit dem Projekt adressiert. Dabei fördert der Aufbau eines regionalen Freiwilligen-Netzwerks die Diskussion über die Thematik und trägt zur Partizipation aller Beteiligten am öffentlichen Diskurs bei.

Aufgaben der EUCC-D: Projektkoordination, Erarbeitung eines pädagogischen und fachlichen Konzeptes zur Umsetzung präsenzbegleiteter Projektwochen, Umsetzung von Bildungsmaterialien, (Weiter-)Entwicklung von Werkzeugen zur Erhebung und Dokumentation der Müllfunde (Sammelstandard, Datenbank/App), Öffentlichkeitsarbeit, Erarbeitung einer Handreichung für Lehrkräfte und MultiplikatorInnen u.v.m.

Zeitraum: 2018 bis 2020

Zuwendungsgeber: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, NKG Hanseatische Natur- und Umweltinitiative

Ergebnisse

Die Arbeiten im Rahmen des Bildungsprojektes „Alles im Fluss?!“ laufen seit Januar 2018. Ergebnisse zur Projektarbeit werden hier fortlaufend aktualisiert.

Informationsmaterialien

  • Flyer
  • Informationsblatt
  • Lesezeichen

Newsletterbeiträge

  • Küsten Newsletter 1/2018, Link

Artikel/ Publikationen

inhaltliche Umsetzung

  • Konzipierung der Projektwochen

Fortbildungen und Workshops für Lehrkräfte & MultiplikatorInnen

  • Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV): halbtägiger Workshop „Die Ostsee im Unterricht - nachhaltiges Lernen mit Regionalbezug“ im Rahmen der Fortbildungsreihe Winterakademie 2018, 06/02/2018, Warnemünde.
  • Institut für Schulpädagogik/ Grundschulpädagogik/ Lernbereich Sachunterricht der Universität Rostock: Seminar zu Bildung für nachhaltige Entwicklung für angehende Grundschullehrkräfte, 05/2018, Warnemünde.
  • Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock: „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) - Zertifikatskurs für Lehramtsstudierende, ReferendarInnen und Lehrkräfte“, 11/2018, Warnemünde.
  • Institut für Schulpädagogik/ Grundschulpädagogik/ Lernbereich Sachunterricht der Universität Rostock: Seminar zu Bildung für nachhaltige Entwicklung für angehende Grundschullehrkräfte, 10/2018-01/2019, Rostock.

Weitere Informationen zum Projekt und den weiteren Bildungsaktivitäten der EUCC-D finden Sie unter www.kuestenschule.de.

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