Workshop zur Anpassung im Küstenschutz

Am 12.11.2019 kamen im Haus des Tourismus in Rostock verschiedene Akteure (u.a. aus Küstenschutz, Tourismus, Naturschutz, Forstwirtschaft und maritime Wirtschaft) aus Mecklenburg-Vorpommern (MV) zu einem ersten Workshop im Rahmen des GoCoase Projektes zusammen, der von EUCC-D und der Technischen Universität (TU) Berlin geleitet wurde. Ziel des Workshops war es, die Teilnehmer über die aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zu informieren sowie die Herausforderungen und den Umgang mit dem Klimawandel  zu diskutieren.

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Nach einer kurzen Vorstellung des Projektes und der Teilnehmer wurde vom Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen der Universität Hannover, Partner im GoCoase Projekt, ein Fachvortrag zu den Folgen des Klimawandels an der Ostseeküste unter Berücksichtigung des aktuellen IPCC-Sonderberichts über den Ozean und die Kryosphäre gehalten.

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Im Anschluss daran fanden zwei Diskussionsrunden in Kleingruppen statt. In dem ersten Block, der von der TU Berlin moderiert wurde, wurde über die Zukunftsfähigkeit des heutigen Leitbildes im Küstenschutz in MV, der Bedeutung von wissenschaftlichen Szenarien und Rückzug als Anpassungsoption diskutiert. Die zweite Diskussionsrunde, die von EUCC-D geleitet wurde, drehte sich um das Thema Beteiligungsprozesse: Interessen, Einfluss auf Entscheidungsfindung, Wissensbedarf und Verbesserungspotenziale waren dabei zentrale Themen, die diskutiert wurden.

Nachdem die Ergebnisse der Kleingruppen vorgestellt wurden, gab die Universität Hannover in einem zweiten Fachvortrag einen Überblick über die morphologischen Charakteristika und derzeitige Küstenschutzmaßnahmen an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sowie einen Ausblick auf das Potential naturbasierter Maßnahmen.

Der Workshop hat deutlich gemacht, dass zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere für Entscheidungsträger, regionale Daten für Mecklenburg-Vorpommern dringend notwendig sind. Aufgrund der neuen Herausforderungen vor dem Hintergrund des Klimawandels sollte das bisherige Leitbild im Küstenschutz überdacht werden und Kommunikationsmaßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von Küstenschutzmaßnahmen stärker gefördert werden.

Der nächste Stakeholder Workshop wird in Mecklenburg-Vorpommern auf lokaler Ebene organisiert und voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden.

 

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