Widerstandsfähigkeit von Küstendestinationen
Im Projekt Re:Coast werden Küstendestinationen der südlichen Ostsee dabei unterstützt, ihre Yachthäfen und Marinas an die Herausforderungen geopolitischer, klimatischer und ökologischer Gefahren anzupassen. EUCC-D übernimmt als Projektpartner Aufgaben im Bereich Netzwerken und Kommunikation.
Die deutsche Ostseeküste gehört zu den Regionen Europas, die am stärksten von Sturmfluten bedroht sind. Im Oktober 2023 verursachte eine schwere Sturmflut in Deutschland und Dänemark weitreichende Überschwemmungen, Deichbrüche und erhebliche Schäden. Vor allem die Infrastrukturen von Yachthäfen und Marinas waren betroffen. Doch auch geopolitische und ökologische Gefahren können gravierende Störungen und Schwächung beliebter Küstendestinationen bedeuten. Um in Zukunft besser auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein, müssen bestehende Infrastrukturen überdacht, umgestaltet und angepasst werden. Zukunftsfähige Anpassungen erhöhen die Widerstandsfähigkeit von Küstenorten und Tourismusdestinationen.
Vor diesem Hintergrund hat sich das jüngst gestartete Projekt Re:Coast zum Ziel gesetzt, Küstenorte im südlichen Ostseeraum bei der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit durch die Verringerung von Störungen, die Steuerung von Besucherströmen und die Anpassung von Häfen und Yachthäfen zu unterstützen.
Überblick: Das Projekt sichert das positive Image und die nachhaltige Entwicklung des Küstentourismus im südlichen Ostseeraum, indem es aktuelle Störungen abmildert und die Bereitschaft der Reiseziele im Hinblick auf geopolitische, klimatische und ökologische Gefahren stärkt.
Hauptziele: Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Reiseziele, Steuerung der Besucherströme in weniger frequentierte Gebiete, Entwicklung widerstandsfähiger Angebote für Häfen und Yachthäfen sowie Verbesserung der koordinierten Entscheidungsfindung unter den Akteuren an der Küste.
Hauptaktivitäten: Einrichtung eines Wissenszentrums zur Widerstandsfähigkeit von Küstenzielen mit Seminaren und einem Helpdesk; Durchführung einer gemeinsamen Kundenkommunikations- und Marketingkampagne zur Umleitung von Bootsbesucherströmen; Entwicklung übertragbarer, widerstandsfähiger Modelle für den Küstentourismus auf der Grundlage von Pilot-Yachthäfen und Konzepten zur Hafenanpassung; sowie Schaffung einer Plattform für bereichsübergreifende Innovation zur Vernetzung und Aufrechterhaltung von Initiativen.
Wirkung: Besser vorbereitete und widerstandsfähigere Küstenziele, entlastete überfüllte Standorte, erprobte Modelle zur Hafenanpassung, die sich übertragen lassen, verbesserte Koordination der Akteure und eine gestärkte nachhaltige Tourismusentwicklung im gesamten südlichen Ostseeraum.
Koordiniert wird das Projekt von der Gemeinde Guldborgsund in Dänemark. EUCC-D unterstützt im Projekt den Wissensaustausch zwischen Projekt- und Netzwerkpartnern und fördert Synergien mit anderen Projekten (z. B. Ecomarinas).
Das physische Kick-Off Treffen fand vom 2. bis 4. September in Guldborgsund statt.
Das Projekt wird im 5. Call des Programms Interreg South Baltic für drei Jahre gefördert.
Mehr Informationen zu Inhalten und der Projektpartnerschaft: southbaltic.eu
